Archiv der Kategorie: Literatur

H.J. Psotta ist nicht tot

[zum 4ten Todestag]

Arndt Beck: Studien 2015/16
a. beck: studien, mischtechnik, din a4, 2015/16

Helmut J. Psotta (1937 – 2012) war einer jener ›natural born artists‹, bei denen sich Leben und Werk von Anfang bis Ende unentwirrbar durchdringen und bei denen es keine Alternative zur künstlerischen Existenz gibt. Ohne Rücksicht auf Bequemlichkeiten war sein innerer Antrieb die ständige Weiterentwicklung, eine regelrechte Sucht nach dem Unbekannten, dem noch nicht Gesagten. Er schöpfte dabei aus einer nie versiegenden inneren Quelle und war jederzeit bereit, andere an seinem inneren Reichtum teilhaben zu lassen. Nur allzu leicht vergaß er dabei, zu Lebzeiten die ihm angemessene Anerkennung zu ernten. In einer Welt, die nicht die seine war, blieb er ein Außenseiter, wenngleich sein Werk in Umfang und Qualität zu den herausragenden seiner Zeit gezählt werden muß.

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H.J. Psotta: Ein Junge, wie man so sagt —

[Editorische Notiz: Diese Erinnerung von H.J. Psotta entstand im Jahr 2002, als er noch einmal mit dem Druckstock des von ihm etwa 1959 geschaffenen Kilian-Emblems (Blog-Eintrag dazu folgt in Kürze) in Berührung kam.]

In der Erinnerung an die Entstehung der ersten Serie meiner großformatigen Farbholzschnitte muß ich einen langen Weg zurücklegen, bis ich in Gedanken wieder an den Ort gelange, wo eigentlich alles wirklich beginnen konnte …

Schiff vor meinem Fenster, Holzschnitt, Gahlen 1962
Schiff vor meinem Fenster, Holzschnitt, 42 x 62 cm, Gahlen 1962

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14. November: H.J. Psotta liest aus ASFIXIA

Im Rahmen der Ausstellung HELDENGEDENKEN liest Helmut J. Psotta aus seinem unveröffentlichten Roman ASFIXIA.

Im Winter 1969/70 hatte Helmut J. Psotta einen äußerst klaren und symbolhaften Fiebertraum, eine Phantasie, die sich zwischen faschistischer Ästhetik und post-modernem Körperkult bewegt und damit thematisch nahtlos in die Ausstellung HELDENGEDENKEN einfügt.

Er protokollierte sofort nach dem Erwachen die „Handlung“. Knapp 30 Jahre später fand er die Protokolle wieder und erarbeitete auf dieser Grundlage einen Roman, der ebenso als Drehbuch konzipiert ist. Erstmals liest nun Helmut J. Psotta aus ASFIXIA – Der Orpheus-Traum.

Freitag, 14. November 2008, 19.30 Uhr

studio im hochhaus – kunst- und literaturwerkstatt

Zingster Straße 25, 13051 Berlin (Hohenschönhausen)

Telefon / Fax: + 49(0)30 – 929 38 21

Eintritt: 4,- / erm.: 2,- €

S 75 bis Wartenberg oder Hohenschönhausen; Tram M4, M5 / Ahrenshooper Str.; M4, M17 / Prerower Platz (4 Minuten Fußweg) Kartenvorbestellungen: Mo – Do 11 bis 19 und Fr 11 bis 16 Uhr