Archiv der Kategorie: Studienarbeiten

H.J. Psotta ist nicht tot

[zum 4ten Todestag]

Arndt Beck: Studien 2015/16
a. beck: studien, mischtechnik, din a4, 2015/16

Helmut J. Psotta (1937 – 2012) war einer jener ›natural born artists‹, bei denen sich Leben und Werk von Anfang bis Ende unentwirrbar durchdringen und bei denen es keine Alternative zur künstlerischen Existenz gibt. Ohne Rücksicht auf Bequemlichkeiten war sein innerer Antrieb die ständige Weiterentwicklung, eine regelrechte Sucht nach dem Unbekannten, dem noch nicht Gesagten. Er schöpfte dabei aus einer nie versiegenden inneren Quelle und war jederzeit bereit, andere an seinem inneren Reichtum teilhaben zu lassen. Nur allzu leicht vergaß er dabei, zu Lebzeiten die ihm angemessene Anerkennung zu ernten. In einer Welt, die nicht die seine war, blieb er ein Außenseiter, wenngleich sein Werk in Umfang und Qualität zu den herausragenden seiner Zeit gezählt werden muß.

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HJP: Über den Rhythmus

[Über den Rhythmus, komplette Dia-Reihe (150 Bilder) zum gleichnamigen Vortrag, Niederlande, ca. 1976]


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H.J. Psotta: Über das Symbol und die Archetypen (Katzen)

[um 1976]
Diaserie:


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H.J. Psotta: Über den schöpferischen Visualisierungs-Prozess als Erkenntnisprinzip

[Editorische Notiz: Der nachfolgende Text ist einem Faltblatt (hier als pdf) entnommen, welches zu einer Veranstaltungsreihe von H.J. Psotta 1975 an der Jan van Eyck Academie Maastricht erschien. Es kann als Einführung in seine 15-teilige (weitestgehend unveröffentlichte) Diavortragsreihe verstanden werden, die eine Fortsetzung seiner 1971 veröffentlichten Gestaltungslehre De vraag van het begin ist.]

Faltblatt, Überschrift

In einem ausführlichen Grundsatz-Referat möchte ich einige elementare Wahrnehmungsprobleme aus dem Bereich der gestalterischen Ausdrucksmittel (Visuelle Medien) generell auszulegen versuchen, die ich als gesonderte syntaktische Basis-Elemente der künstlerischen Bild-Sprache verstehe.

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H.J. Psotta: Über die schöpferische Vorstellung

[Editorische Notiz: ca. 1970-76, zum Teil benutzt in De vraag van het begin, S.94f.]

(Auszug)

»Den Grad des rhythmischen Schwunges eines Menschen lesen wir ab an seinen Ausdrucksbewegungen, die sowohl Klang, Tonfall und die Lautfolgen seiner Stimme als auch seine Gebärden, also alle Bewegungen seines Leibes, umfassen. An der Rhythmik, also an der Art, an dem Grade der rhythmischen Äußerungen und Bewegungen eines Menschen, können wir ablesen seine Lebenskraft, den Grad der Geschlossenheit seiner Person, die Art seiner Einfügung in die Umwelt, den Zustand seiner Seele. Je rhythmischer seine Bewegungen sind, um so mehr befinden sich seine Triebe und sein Empfinden, sein Geist und sein Wollen im Gleichgewicht. Das einseitige Übergewicht irgendwelcher dieser Kräfte stört den Rhythmus. Er wird gestört ebensowohl durch jede Art von Nervosität wie durch ein Übergewicht des berechnenden Verstandes. Je nervöser oder je einseitiger intellektuell eine Person ist, um so stockender, arhythmischer sind ihre Lebensäußerungen. Auch Menschen mäßiger Verstandesbegabung können, wenn keine Nervenstörungen vorliegen, sich rhythmisch verhalten. Doch sind die rhythmischen Lebensäußerungen der Menschen unterschiedlich, da sowohl die unteren Regionen des Körperlichen wie auch Regungen der Phantasie und des feineren Gefühlslebens auf das Wesen des Rhythmus einwirken. Immer aber ist der Rhythmus Ausdruck der Ganzheit des Menschen.«1

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  1. Max Burchartz, Gleichnis der Harmonie, München 1955 (1949), S. 154 (Hervorhebungen Helmut J. Psotta)

H.J. Psotta: De vraag van het begin

[Editorische Notiz: Im Herbst 1971 veröffentlichte Helmut J. Psotta an der Amsterdamer Rijksakademie von Beeldenden Kunsten seine kritische Gestaltungstheorie De vraag van het begin (Die Frage nach dem Anfang). Das Buch befindet sich nur in wenigen Bibliotheken in den Niederlanden, weshalb eine Digitalisierung sinnvoll erschien. Es ist aber erst der Beginn seiner kunsttheoretischen Auseinandersetzung. Er fertigte bis Ende der 70er Jahre zahlreiche Studienarbeiten dafür an, die ganz unterschiedliche grundlegende künstlerische Problematiken behandeln. Die Vorträge sind in zwei dicken, unveröffentlichten Bänden und tausenden dazugehörigen Dias dokumentiert. Nach und nach werden Teile daraus (zunächst mit einem Schwerpunkt auf H.J. Psottas eigener Arbeiten) hier zugänglich gemacht. Dem Scan des Buchs ist am Beginn ein Faltblatt sowie eine offizielle Notiz beigegeben.]