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H.J. Psotta: Ein Junge, wie man so sagt —

[Editorische Notiz: Diese Erinnerung von H.J. Psotta entstand im Jahr 2002, als er noch einmal mit dem Druckstock des von ihm etwa 1959 geschaffenen Kilian-Emblems (Blog-Eintrag dazu folgt in Kürze) in Berührung kam.]

In der Erinnerung an die Entstehung der ersten Serie meiner großformatigen Farbholzschnitte muß ich einen langen Weg zurücklegen, bis ich in Gedanken wieder an den Ort gelange, wo eigentlich alles wirklich beginnen konnte …

Schiff vor meinem Fenster, Holzschnitt, Gahlen 1962
Schiff vor meinem Fenster, Holzschnitt, 42 x 62 cm, Gahlen 1962

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2. November: Einladung zur Ausstellung


HELMUT J. PSOTTA
RADIKALE POESIE
Frühe Arbeiten
1954-1962

[Einladungskarte als pdf]

Eine Ausstellung der Extraklasse: den 75sten Geburtstag von Helmut J. Psotta feiert das studio im hochhaus mit einer nie zuvor gezeigten Schau seines Frühwerks.

H.J. Psotta wuchs im Ruhrgebiet der Nachkriegszeit heran und zeigte bereits sehr früh ganz außerordentliche Talente: er musizierte, dichtete und malte schon in jungen Jahren, erlernte den Beruf des Glasmalers, studierte Malerei an der Folkwangschule Essen, wechselte bald zur Werkkunstschule Düsseldorf und gewann im Jahr 1961, im Alter von nur 23 Jahren, mit seinen Glasfensterentwürfen einen renommierten internationalen Wettbewerb, der ihm kurze Zeit später die Leitung des Lehrstuhls für Gestaltung an der Universität in Santiago de Chile einbringen sollte und ihm eine Entwicklung seiner künstlerischen Ausdrucksfähigkeiten ermöglichte, die ihresgleichen sucht.

In enger Zusammenarbeit mit dem Künstler stellt der Kurator Arndt Beck eine Auswahl von Arbeiten der frühen Jahre zusammen: im Zentrum steht dabei als »Schlüsselwerk« Psottas sechsteiliger Glasfensterentwurf aus dem Jahr 1961. Neben vielen weiteren Arbeiten zeigt die Ausstellung die beeindruckend reifen und poetischen Jugendwerke Apokalypse, Seidenbilder und Die verletzten Glaskönige. Es ist eine radikale Poesie, die sich nur jenseits des Kunstmarkts entwickeln konnte und bereits den später auch politischen Radikalismus des Künstlers H.J. Psotta (etwa in dem Projekt Todesbilder) erahnen läßt …

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (dazu in Kürze mehr).

Vernissage: Freitag, den 2. November 2012, 19 Uhr

Es spricht: Arndt Beck, Kurator der Ausstellung

Musik: Oleksandr Babenko, Violine u.a.

Ausstellungsdauer: 4. November 2012 bis 3. Februar 2013

studio im hochhaus – kunst- und literaturwerkstatt
Zingster Str. 25
13051 Berlin
Telefon/Fax: 030 929 38 21

Kartenansicht

Öffnungszeiten der Ausstellungen: Mo – Do 11 bis 19, Fr 11 bis 16 und So 14 bis 18 Uhr
Schließzeit: 17. Dezember 2012 bis 4. Januar 2013 und an den gesetzlichen Feiertagen
S-Bahn (S 75) bis Wartenberg oder Hohenschönhausen Tram M4, M5 / Ahrenshooper Str. M4, M17 / Prerower Platz